Open Space: Neues Denken im Dialog

Open Space Pavillon

Das Kooperationsprojekt zwischen Frankfurter Buchmesse und AUDI AG soll den Ideen-Austausch verschiedener Disziplinen und Denkrichtungen eine Bühne geben. Ziel ist die gemeinsame Förderung innovativer Denkansätze.
"Open Space Talks" soll ungewöhnliche Begegnungen ermöglichen und ein Diskussionsraum für den Ausstausch zwischen Persönlichkeiten unterschiedlicher Disziplinen, Fachrichtungen und Denkschulen schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Leitfragen der Kooperation: Wie ensteht neues, zukunftweisendes Denken? Was schafft Kreativität und Innovation?

Die Veranstaltungsreihe "Collective Storytelling" überträgt dann die kreative Vernetzung auf den Prozess des Schreibens und Erzählens selbst: In Live-Sessions treten Autoren unterschiedlicher Genres - vom Lyriker bis zum Songwritter - auf und schreiben eine gemeinsame Storyline individuell fort.

Im Open Space-Pavillon treffen publizistische Vergangenheit und Zukunft aufeinander: Die historischen Liebhaberstücke der Frankfurter Antiquariatsmesse finden hier ebenso eine Bühne wie die Teilnehmer der All-Media Konferenz Frankfurt StoryDrive mit Experten aus den Kreativbranchen Film, Game, Buch und Musik sowie dem Ausstellungsbereich "Medien und Entertainment: StoryDrive"

Peter Schwarzenbauer, Vorstand für Marketing und Vertrieb der AUDI AG

Schwarzenbauer Audi

Eine offene und vernetzte Innovationskultur ist für die AUDI AG von zentraler Bedeutung – auch angesichts des Paradigmenwechsels, den die Elektromobilität mit sich bringt.
Eine offene und vernetzte Innovationskultur ist für die AUDI AG von zentraler Bedeutung – auch angesichts des Paradigmenwechsels, den die Elektromobilität mit sich bringt. Wir bei Audi denken zukünftige Mobilität viel stärker im Gesamtsystem. Das Auto der Zukunft wird sich stärker seiner Umgebung anpassen, sich in intelligente Energienetze und Verkehrsleitsysteme integrieren. Zur Gestaltung unserer zukünftigen Lebensräume werden Vertreter aller Disziplinen deutlich stärker zusammenrücken müssen. Wir bei Audi glauben, dass wir einen intensiven gesellschaftlichen Austausch darüber brauchen, wie wir in Zukunft leben möchten. Diesen Austausch wollen wir stärken.
Auch die Frankfurter Buchmesse entwickelt ihr thematisches Spektrum ständig weiter und schafft so immer neue Verbindungen. Dabei ist und bleibt Literatur – ob analog oder digital – ein wichtiger Seismograph dafür, was die Menschen bewegt.

Veranstaltungen im Open Space

  • Mittwoch 12. Oktober: 15:30 Uhr; Donnerstag 13. Oktober und Freitag 14. Oktober: 14:00 Uhr ; Samstag 15. Oktober :16:00 Uhr ;Sonntag 15. Oktober:14:00 Uhr
    Open Space-Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse In fünf Live-Sessions treten auf fünf Tagen jeweils 90 Minuten Autoren - vom Lyriker über Games-Entwickler und Songwriter bis zum Schrifsteller und Drehbuchautor - im Open Space-Pavillion auf und erzählen auf ihre individuelle Art eine Storyline weiter. Diese führt an ein weites Spektrum an Genres: von Fantasy über Liebsroman bis zu Science Fiction und Games. Was die individuellen Geschichten zu einer Storyline fügt, ist das Thema der Veranstaltungen im Open Space Pavillion. Offenheit und Vernetzung, Veränderung und Fortschritt. Geistige Flexibilität und Vernetzung sind gleichermaßen Metapher wie Leitidee -sie sollen für die Autoren gemeinsame Inspiration, nicht Fahrplan sein. Es gibt nur eine Vorgabe für die Autoren: Ihre Episode soll anschlussfähig, also "weitererzählbar" bleiben - der letzte macht dann das Licht aus. Als besonderen Höhepunkt für die Abschluss-Session wird der Künstler und Illustrator Sebastian Otto die an vier Tage entwickelte Storyline auf eine 2 x 2 Meter große Leinwand bannen und live vor Ort die letzte Episode in dieses Bild integrieren.

  • 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr
    Open Space-Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse Neues denken entsteht durch neue Verbindungen: Durch die Verknüpfung unsere eigenen Gedanken mit denen anderer kommen neue, möglicherweise große Ideen zustande. Wird damit die zunehmende Vernetzung zu einem Treiber wissenschaftlicher, technologischer udn womöglich sozialer Innovationen? Bringt Konvergenz verschiedener Disziplinen wirklich produktive neue Ansätze? Und wenn ja: Wie müssen wir dann kognitiv und medial miteinander verbunden sein, um uns oder andere zu einem neuem Denken zu aktivieren, um gemeinsam weiterzukommen? Karin Fischer, Deutschlandfunk, wird mit Richard David Precht, Autor des Bestsellers "Wer bin ich und wenn ja - wie viele?", über diese Frage diskutieren, zusammen mit Marion Schwehr, die auf die vielen aktuellen Denkangebote aus "Streetview" - Perspektive blickt - einer neuen Form vernetzten Denkens und Schreibens. Und mit Prof. Gerald Hüther, der den Blick auf das mikroskopisch Kleine richtet und etwas davon versteht, wie sich Neuronen in unserem Hirn vernetzen; während Buchmesse-Chef Juergen Boos der Experte ist für die vielen Formate der Publikationen und Kommunikation in einer sich verändernden Buch- und Medienbranche.

  • 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr
    Open Space-Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse Turbulent oder abgeschieden, vernetzt oder isoliert - wie müssen Räume gestaltet sein, in denen wir Inspiration erfahren, Kreativität entwickeln und auf andere übertragen? Wie gestlaten wir reale Räume, die die Mischung von Ideen und die Konvergenz verschiedener Denkrichtungen fördern? Was macht eine Stadt zu einem kreativen "Hotspot", und was lässt andere Städte zurückfallen? Kann Stadtplanung von digitalen Räumen lernen? Prof. Kai Vöckler, Stadtforscher und Publizist, diskutiert mit Clemens Weissaar (Designer und Urheber des Projekts "Outrace"), Georg-Christof Bertsch (kann dank seiner langjährigen Erfahrungen als internationaler Markenberater und Hochschullehrer den Bogen ins Globale spannen) und Prof. Christoph Meinel (Leiter des Hasso-Plattner-Instituts, die deutsche Koryphäe für Design Thinking, der derzeit erfolgreichsten Kreativmethode und der Mann für die Frage "How does inspiration happen?"). Frischen Wind in die Runde bringt der wohl bekannteste Blogger Deutschlands, Buchautor und Strategieberater Sascha Lobo. Er bewegt sich kritisch durch virtuelle Räume und Netze - er ist der digitale Städter der Runde. Für gesellschaftliche Aktualität steht Prof. Friedrich von Borries. Er arbeitet mit einem interdisziplinären Team an aktuellen Fragen der Gestaltung und gesellschaftlichen Entwicklung. Er ist Autor, Forscher und Gestalter - der Titel des Open Talk ist sein Thema.

  • 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr
    Open Space-Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse Literatur bewegt Menschen und die Bewegungen der Menschen werden Literatur. Ob es um romantische Sehnsucht, soziale Widersprüche, apolitischen Hedonismus oder politisches Engagement geht, immer ist die Bewegung mit einer besonderen Form der Vernetzung verbunden. Wenn heute soziale Bewegungen Konjunktur haben, ist die Bandbreite an Bewegungsformen größer denn je. Und dennoch finden sie alle unter dem gemeinsamen Label „Neue soziale Bewegungen“ zusammen. Sie nehmen Menschen mit, aktivieren sie, schließen sie aus oder zusammen. Aber was ist neu an der Neuen Sozialen Bewegung – die Vernetzung? Bleibt sie eine Mode des Zeitgeists – oder entsteht hier dauerhaft eine neue Triebkraft für gesellschaftliche Entwicklung? Denn was bewegt sich überhaupt, wenn scheinbar alle bewegt sind? Und wohin bewegen sich die Neuen sozialen Bewegungen selbst? Das soll hier diskutiert werden. Eingeladen dazu sind Autoren, die aktuelle soziale Bewegungen unter sozialen und kulturellen Gesichtspunkten zusammen mit Jakob Augstein zu analysieren verstehen. So haben Prof. Hans-Georg Soeffner und Dr. Oliver Nachtwey in einer viel beachteten Kontroverse in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Auseinandersetzungen in London unter den Gesichtspunkten eines bindenden Gesellschaftsvertrages (Soeffner) sowie der Desintegration in einer Konsumgesellschaft (Nachtwey) diskutiert. Hatice Akyün dagegen beleuchtet als Kolumnistin den bundesrepublikanischen Alltag immer wieder unter dem Gesichtspunkt multikultureller Integration, wie auch der weitgereiste, multikulturelle „Weltensammler“, der Schriftsteller Ilija Trojanow


Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse

Juergen Boos Quer

Uns geht es darum, einen interdisziplinären Dialog zwischen bisher unterschiedlichen Welten anzustoßen
Wir erachten Vernetzung und Austausch mit neuen Partnern – auch und gerade aus anderen Zusammenhängen – als enorm wichtig, um dem tiefgreifenden Wandel unserer Branche erfolgreich begegnen zu können. So unterschiedlich das Schaffen von Literaten und Ingenieuren, von Medienschaffenden und Designern auch ist: Am Anfang steht für sie alle das weiße Blatt Papier – und am Ende die Erkenntnis, dass kreative Grenzüberschreitung neue Perspektiven eröffnet. Deshalb gehen wir nun gemeinsam mit Audi den nächsten Schritt, um die Frankfurter Buchmesse zum offenen Begegnungsort für innovative Gestalter zu machen, weit über das klassische Buchformat hinaus.

Open Talk: “Wie entsteht neues, innovatives Denken?”

When Ideas Meet 12 Ah 010

Neues Denken entsteht durch neue Verbindungen: Durch die Verknüpfung unserer eigenen Gedanken mit denen anderer kommen neue, möglicherweise große Ideen zustande.
Wie wird aus einer Begegnung unterschiedlicher Sichtweisen eine neue Herangehensweise? Bringt Konvergenz verschiedener Disziplinen wirklich produktive neue Ansätze? Das war des Thema des ersten Open Talk im Open Space auf der Agora
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Collective Storytelling: Der erste Satz

Collective Story Telling 12 Ah 013

“Der erste Satz entwickelt sich bei mir erst in der Mitte des Buches.” Das sagt Jan Peter Bremer, Autor des Romans “Der amerikanische Investor“. Er war heute der erste von insgesamt fünf Autoren, die im Rahmen des Projekts Collective Storytelling während der Buchmesse gemeinsam eine Geschichte schreiben.

Jan Peter Bremer hatte also die Ehre des ersten Satzes – oder sollte man sagen: die Schwierigkeit? Denn so ein erster Satz hat es schließlich in sich, hängt von ihm doch der weitere Verlauf der Geschichte ab. Mehr

Die kollektive Erzählung ist zu Ende, Ende, Ende...

Story Telling 30776

Alles andere als ein "Tunnelblick"
In fünf Live-Sessions traten an den fünf Messetagen jeweils 90 Minuten Autoren – vom Lyriker über Games-Entwickler und Songwriter bis zum Schriftsteller und Drehbuchautor – im Open Space-Pavillon auf und erzählten auf ihre individuelle Art eine Storyline weiter. Diese führte durch ein weites Spektrum an Genres: von Fantasy über Liebesroman bis zu Science Fiction und Games.
Was die individuellen Geschichten zu einer Storyline fügte, waren die Themen der Veranstaltungen im Open Space, der gemeinsamen Veranstaltungsfläche der Frankfurter Buchmesse und der Audi AG: Offenheit und Vernetzung, Veränderung und Fortschritt, Kreativität und Innovation.
Die ganze Geschichte ist auch nachzulesen im Blog der Frankfurter Buchmesse oder hier als pdf herunterzuladen Mehr